Was Sie als Aktionär aus dem Abgas-Debakel bei Volkswagen lernen können

Mitte September flog das Täuschungsmanöver auf: Dieselmotoren des VW-Konzerns erkennen dank einer eigens dafür programmierte Software, wenn sie auf dem Prüfstand stehen. Nur dann liefern sie optimale Abgaswerte. Im normalen Fahrbetrieb stoßen sie dagegen ein Vielfaches an Schadstoffen aus. Ein Skandal, der VW-Aktionären herbe Verluste einbrachte. Wie können Sie sich vor solchen bösen Überraschungen schützen?

Sind Aktien einfach viel zu risikoreich?

Zu diesem Schluss könnte man kommen, wenn man sich die Kursentwicklung der VW-Aktie anschaut. In nur zwei Wochen haben Anleger rund ein Drittel ihres Kapitals verloren.

Absturz der VW-Aktie im September 2015
Nach der Aufdeckung des Abgas-Skandals im September 2015 stürzt die VW-Aktie ab.

Daraus die Konsequenz zu ziehen, Aktien wegen solcher Risiken in Zukunft komplett zu meiden, wäre sicherlich der falsche Weg. Denn Aktien sind viel besser als ihr Ruf.

 

Das Risiko (die Wertschwankungen) sind nur die eine Seite der Medaille. Wenn Sie lernen damit zu leben und langfristig investieren, werden Sie dafür mit überdurchschnittlichen Renditen belohnt. Auf lange Sicht reicht der Aktie keine andere Kapitalanlage das Wasser!

So reduzieren Sie Ihr Risiko auf einfache Weise

Einzelne Unternehmen - wie jetzt eben Volkswagen - werden allerdings leider auch in Zukunft immer wieder für negative Schlagzeilen mit entsprechenden Crashs sorgen. Wenn Sie dann gerade in deren Aktien investiert sind, baden Sie das zwangsläufig mit aus. Solche Ereignisse sind selbst für Finanzexperten nicht vorhersehbar. Wer wusste schon vorher von der Manipulations-Software von VW?

 

Man bezeichnet das als das sogenannte Einzeltitel-Risiko. Wenn Sie nur einen Aktienwert (beispielsweise Volkswagen) im Depot haben, sind Sie komplett von der Entwicklung dieser Firma abhängig. Wenn alles sehr gut läuft birgt das große Chancen, aber eben auch ein hohes Risiko wie im aktuellen Fall.

 

Profis vermeiden es, solche unkalkulierbaren Risiken einzugehen. Und wenn Ihnen ernsthaft etwas daran liegt, Ihr Kapital zu vermehren, sollten Sie das ebenfalls tun.

 

Das Einzeltitel-Risiko können Sie ganz leicht eliminieren, indem Sie Ihr Kapital streuen und in mehrere Unternehmen aus unterschiedlichen Branchen investieren. Mit einzelnen Aktien ist das in der Praxis für Privatanleger kaum möglich: Der Aufwand, so viele Unternehmen zu analysieren und zu überwachen, wäre einfach zu groß. Außerdem lassen sich mehrere Aktien-Positionen nur mit einem höheren Anlagebetrag aufbauen.

 

Die Lösung: Nutzen Sie das Potenzial von Aktien - aber nur mit dem Teil Ihres Geldes, das langfristig angelegt werden kann. Investieren Sie dazu mit Investmentfonds oder ETFs lieber indirekt in einen breiten, gut gestreuten Korb aus einzelnen Papieren. Ein Marktrisiko bleibt dann immer noch, das Einzeltitel-Risiko haben Sie damit aber ausgeklammert.


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Autor: Alexander Rabe

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