Mehr Geld sparen ist ein guter Vorsatz - aber übertreiben Sie es nicht!

Haben Sie sich für dieses Jahr vorgenommen, mehr Geld zu sparen? Damit sind Sie nicht alleine. Einer aktuellen Umfrage zufolge haben 42% der Deutschen diesen, an sich guten, Vorsatz für das Jahr 2015. Wenn Sie wirklich ernsthaft etwas erreichen wollen, sollten Sie es mit Ihrer Sparsamkeit allerdings nicht übertreiben.

Schnell und einfach soll es gehen

Sparen, abnehmen, gesünder ernähren, mehr Sport treiben - eigentlich sind es jedes Jahr die selben guten Vorsätze. Damit wir schnell Erfolge sehen, arbeiten wir in den ersten Januartagen mit Hochdruck an der Umsetzung. Das Vermögen soll wachsen, das Gewicht fallen und der Körper fit sein - natürlich alles am besten sofort.

 

Trotz aller Motivation: Die meisten Sport-, Ernährungs- und Sparprogramme werden nach wenigen Tagen oder Wochen eingestellt und alles geht seinen gewohnten Gang.

 

Woran liegt das eigentlich und wie schaffen Sie es langfristig mehr zu sparen?

Und schon tappen wir in die Psycho-Falle

Oft sind einfach die eigenen Ziele zu hoch gesetzt. Ziele zu haben ist ja gut, aber wenn sie unrealistisch sind, werden Sie sie nicht erreichen und Frustration macht sich breit.

 

Wenn Sie bisher nichts oder kaum gespart haben, werden Sie nicht plötzlich 10 oder 20% Ihres Einkommens beiseite legen können. Denn eines ist klar: Sparen können Sie nur das, was Sie nicht ausgeben!

Sparen bedeutet: Auf Konsum verzichten
Der Aufbau eines Vermögens ist immer mit dem Verzicht von Konsum verbunden - das macht es so schwer.

Wer nun aber ein hartes Sparprogramm fährt und sich jeglichen Konsum verbietet, läuft in die zweifache Psycho-Falle.

 

Erstens führt das selbst auferlege Ausgabenverbot dazu, dass der Wunsch nach einem neuen Kleidungsstück, dem Besuch im guten Restaurant oder dem ersehnten Urlaub immer stärker in uns wird - bis wir ihm letztendlich nachgeben.

 

Danach folgt im zweiten Schritt die große Ernüchterung: Wir müssen uns eingestehen, den eigenen "Ansprüchen" nicht genügt zu haben. Das ist hart und unangenehm. Unser Gehirn kennt aber einen wirksamen Mechanismus, um solche Enttäuschungen zukünftig zu vermeiden. Und der sieht so aus:

 

Weil es eh nicht funktioniert, wird das ganze Sparprogramm kurzerhand eingestellt!  

Deshalb lieber dauerhafte Veränderung als kurzfristiger Aktionismus

Die erfolgreiche Formel lautet: Legen Sie auf jeden Fall mehr beiseite als bisher, ohne jedoch dem Konsum total abzuschwören. Gönnen Sie sich ab und an etwas und genießen Sie das dafür bewusst - so halten Sie Ihr Sparprogramm langfristig durch.


Letztendlich bestimmen Sie selbst, was für Sie akzeptabel ist.

Ausgeben oder sparen - die richtige Balance ist entscheidend für den Vermögensaufbau
Ausgeben oder sparen - die richtige Balance ist entscheidend für den Vermögensaufbau.

Mit aufkommenden Konsumwünschen werden Sie mental besser fertig, wenn Sie sich den Wunsch nicht verbieten (weil das Ihre Sparerfolge zerstören würde), sondern auf einen späteren Zeitpunkt verschieben.


Psychologische Test haben gezeigt, dass unser Gehirn mit einem selbst auferlegten Verbot ganz schlecht zurecht kommt (was verboten ist, wollen wir erst recht). Sagen Sie sich lieber "das leiste ich mir später" und Ihr Geist gibt sich damit viel besser zufrieden. Sie verzichten ja auf nichts, sondern erfüllen sich den Wunsch einfach nicht sofort.


Zusätzlicher Vorteil: Viele Wünsche sind heute so kurzlebig, dass sie sich in ein paar Wochen ohnehin erledigt haben...


Bei Konsumwünschen gilt also : Verschieben ist besser als verbieten!


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Autor: Alexander Rabe

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Kommentare: 1
  • #1

    Thomas (Dienstag, 10 Februar 2015 13:00)

    Ein sehr guter Artikel, der das ganze auf den Punkt genau trifft. Man nimmt sich in vielen Bereich sehr viel vor, aber man übernimmt sich. Langfristige Veränderungen machen defintiv mehr Sinn und zahlen sich am Ende auch wirklich aus.