Warum Du Anlageentscheidungen nicht verschieben kannst

Tagtäglich hast Du unzählige Entscheidungen zu fällen und vielen davon bist Du Dir überhaupt nicht bewusst. Das fängt schon am frühen Morgen an, wenn Du Dir überlegst was Du anziehst und frühstückst. Wissenschaftliche Untersuchungen zeigen, dass selbst solche Entscheidungen Kraft absorbieren und an Deinem Energievorrat für den Tag zehren.

 

Schwerere Entscheidungen (z.B. zur Geldanlage) zu treffen ist dagegen noch weitaus anstrengender und – sind wir ehrlich – Anstrengungen meiden wir alle gerne. Daher wird das Thema Geldanlage so oft auf die lange Bank geschoben. Mach Dir aber bitte klar, dass Du auch mit dem Verschieben eine eventuell folgenschwere Entscheidung triffst!

 

Ist Dir klar, was Dich vom Handeln abhält?

Zunächst einmal: Du bist nicht alleine. Den meisten Menschen fällt es schwer Entscheidungen zu treffen. Je größer deren Tragweite erscheint, desto eher wird geschoben und geschoben. Warum ist das so?

 

Eine Entscheidung ist immer mit einer gewissen Unsicherheit verbunden. Je unvollständiger Deine Informationen sind, desto größer ist das gefühlte Risiko. Du könntest ja die falsche Wahl treffen und es später bereuen... So etwas will man natürlich vermeiden.

 

Übertragen wir das auf das Thema Geldanlage:

 

So viele Unbekannte, Unsicherheiten und potenzielle Fehlerquellen wie beim Investieren gibt es selten, das kann ich Dir garantieren! Die Vielfalt der Möglichkeiten erschlägt Dich wahrscheinlich. Jetzt kommt es darauf an, was Du daraus machst. Lieber erst einmal nichts tun und den Status Quo beibehalten (da weiß man schließlich, was man hat)?

 

Ja, richtig, die Masse reagiert so und bleibt im Feld der Sparer, weil sie sich da sicher fühlt.

 

Die Krux: Du triffst immer eine Entscheidung - auch wenn Du das nicht willst

Erst einmal abwarten, nochmal überlegen… Das alles kann manchmal durchaus sinnvoll sein, aber mache Dir eines klar:

 

Auch damit triffst Du immer aktiv eine Entscheidung, Du bleibst nämlich da stehen wo Du bist!

 

Und je öfter Du das tust, desto unwahrscheinlicher wird es, dass Du das Thema wirklich ernsthaft angehst. Klar, ab und zu wirst Du Dir sagen: "Ich sollte mich jetzt mal um meine Geldanlagen kümmern." Aber dabei weißt Du dann schon selbst, wie das endet... Und so vergeht Jahr um Jahr und Du verlierst wertvolle Zeit - einer der wichtigsten Faktoren beim Investieren.

 

Viele Sparer sind mit ihren Geldanlagen seit langem unzufrieden, sie wagen aber trotzdem nicht den Schritt zum Investor zu werden. Man könnte ja schließlich etwas falsch machen und Geld verlieren.

 

Dabei geht es nicht darum alles zu wissen und alles richtig zu machen – das ist ohnehin unmöglich. Niemand kennt die Zukunft, sie ist einfach mit Unsicherheit behaftet. Trotzdem kannst Du erfolgreich investieren. Du musst nur mal damit anfangen!

 

Alles oder nichts? Du bist nicht im Spielcasino!

Ganz wichtig: Investieren bedeutet strategisch vorgehen. Du sollst kein Spekulant werden, der alles auf eine Karte setzt und damit seine finanzielle Zukunft riskiert!

 

Wenn Du noch Sparer bist, starte doch einfach mit wenig Kapital und sammle Praxiserfahrungen. Richte Dir beispielsweise einen Fondssparplan ein und beobachte, wie sich alles entwickelt und wie sich das für Dich anfühlt. Das Auf und Ab der Kurse nur zu beobachten ist etwas ganz anderes, als mit echtem Geld selbst investiert zu sein.

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