2019 mehr Geld zur Seite legen? So hältst Du es wirklich durch!

Hast Du Dir fürs neue Jahr vorgenommen, endlich mehr Geld auf die hohe Kante zu legen? Damit bist Du nicht alleine. Umfragen zufolge haben fast die Hälfte der Deutschen diesen - an sich guten - Vorsatz. Wenn Du allerdings wirklich ernsthaft etwas erreichen willst, solltest Du es mit der Sparsamkeit auch nicht übertreiben.

 

Schnell und einfach soll es gehen

Sparen, abnehmen, gesünder ernähren, mehr Sport treiben - eigentlich sind es jedes Jahr dieselben guten Vorsätze. Damit wir schnell Erfolge sehen, arbeiten wir in den ersten Januartagen mit Hochdruck an der Umsetzung. Das Vermögen soll wachsen, das Gewicht fallen und der Körper fit sein - natürlich alles am besten sofort.

  

Trotz aller Motivation: Die meisten Sport-, Ernährungs- und Sparprogramme werden nach wenigen Tagen oder Wochen eingestellt und alles geht seinen gewohnten Gang.

  

Woran liegt das eigentlich und wie schaffst Du es, langfristig mehr Geld zur Seite zu legen?

 

Unrealistische Erwartungen sind das Problem

Oft sind die eigenen Ziele einfach zu hoch angesetzt. Ziele zu haben ist ja gut, aber wenn sie unrealistisch sind, kannst Du sie nicht erreichen und Frustration macht sich breit.

 

Genauso wenig wie aus einem Sportmuffel in wenigen Wochen ein toller Athlet wird, wirst Du in kurzer Zeit vermögend. Sorry, aber wenn es so einfach wäre, gäbe es nur Reiche und Schöne!

 

Wenn Du bisher nichts oder kaum gespart hast, wirst Du nicht plötzlich dauerhaft 10 oder 20% Deines Einkommens beiseite legen können. Denn eines ist klar: Sparen kannst Du nur das, was Du nicht ausgibst!

 

Vorsicht: Fährst Du nun ein extrem hartes Sparprogramm und verbietest Dir fast jeglichen Konsum, läufst Du leider in die zweifache Psycho-Falle!

 

Psycho-Falle - So arbeitet Dein Gehirn im Hintergrund

Zuerst führt das selbst auferlegte strickte Ausgabenverbot dazu, dass der Wunsch nach einem neuen Kleidungsstück, dem Besuch im guten Restaurant oder dem ersehnten Urlaub immer stärker in Dir wird. So lange, bis Du ihm letztendlich nachgibst und Dir doch etwas gönnst.

 

Danach folgt im zweiten Schritt die große Ernüchterung: Du musst Dir eingestehen, Deinen eigenen Ansprüchen nicht genügt zu haben.

 

Das ist hart und sehr unangenehm. Dein Gehirn kennt aber einen wirksamen Mechanismus, um solche Enttäuschungen zukünftig zu vermeiden. Und der sieht so aus:

 

Du wirst unbewusst den eingeschlagenen Weg und Deine eigenen Ziele immer mehr selbst in Zweifel ziehen. Am Ende kommst Du dann zu dem Schluss, dass das alles ohnehin nicht funktioniert. Das ganze Sparprogramm wird kurzerhand eingestellt und Du bist endlich wieder im Reinen mit Dir!

 

Lieber dauerhafte Veränderung als kurzfristiger Aktionismus

Die erfolgversprechendere Formel lautet: Lege auf jeden Fall mehr beiseite als bisher, ohne jedoch dem Konsum total abzuschwören. Gönne Dir ab und an etwas und genieße das dafür bewusst - so hältst Du Dein Sparprogramm viel leichter und vor allem langfristig durch.

  

Letztendlich musst Du die für Dich richtige Balance zwischen Sparen und Konsum finden und selbst bestimmen, was für Dich akzeptabel ist. Mit aufkommenden Konsumwünschen wirst Du mental besser fertig, wenn Du Dir den Wunsch nicht verbietest (weil das Deine Sparerfolge zerstören würde), sondern auf einen späteren Zeitpunkt verschiebst.

  

Psychologische Test haben gezeigt, dass unser Gehirn mit einem selbst auferlegten Verbot ganz schlecht zurechtkommt (was verboten ist, wollen wir erst recht). Denk Dir lieber “das leiste ich mir später” und Dein Geist gibt sich damit viel besser zufrieden. Du verzichtest ja auf nichts, sondern erfüllst Dir den Wunsch einfach nicht sofort.

  

Zusätzlicher Vorteil: Viele Wünsche sind heute so kurzlebig, dass sie sich in ein paar Wochen ohnehin erledigt haben. Viel Erfolg!

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